„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ – Schülerin schreibt über ihre Erfahrungen auf der Klima-Demo in Grünstadt

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Solche Sprüche werden bei Demonstrationen benutzt. Um genauer zu sein, Klimademos. Der folgende Spruch verrät noch etwas:

„What do we want?“ „Climate justice!“ „When do we want it?“ „Now!“

Dieser Spruch bedeutet übersetzt: „Was wollen wir?“ „Klimagerechtigkeit!“ „Wann wollen wir es?“ „Jetzt!“

Was dieses Spruch verrät: Es gibt auch englische Sprüche, klar, aber es verrät auch, worum es in den Demos geht: Nämlich um Klimaschutz und Gerechtigkeit. Am 20. August 2018 setzte sich ein 15-jähriges Mädchen namens Greta Thunberg an die Wand des Schwedischen Parlaments. Eigentlich hätte sie in die Schule gehen müssen, sie hatte Schulpflicht. Damit brach sie das Gesetz. Sie hatte neben sich ein Schild aufgestellt. Darauf stand „Schulstreik fürs Klima“.

Der Grund? Die Erde erwärmt sich so stark, dass es nicht gut für uns ist. Da muss unbedingt etwas getan werden! Doch die Politiker kümmern sich darum nicht! Dabei könnten die Folgen sogar für viele tödlich sein: Tiere verlieren ihr Zuhause. Die Wälder brennen, obwohl die Welt mehr Bäume braucht. Durch den erhöhten Meeresspiegel werden bald mehr Orte überflutet und bereits jetzt machen Gase in der Luft die Ozonschicht kaputt, die uns gerade vor den UV-Strahlen der Sonne schützt. Deswegen ist die Erde auch so erwärmt.

Jetzt gehen Freitags tausende von Schüler/innen auf der Straße um zu protestieren. Viele streiken auch: Sie wollen nicht zur Schule gehen, denn was ergibt das für einen Sinn, für eine Zukunft zu lernen, die man nicht hat!?

Bevor es weitergeht, möchte ich aber noch eines sagen: Manche Kinder nennen sie Greta „Thunfisch“. Das finde ich sehr gemein, vor allem weil sie ja die war, die mit dem weltweiten Protest begonnen hat. So, jetzt geht es aber weiter…

Am Freitag den 29. November trafen sich viele Leute am Hauptbahnhof in Grünstadt um zu protestieren. Diese Demos werden von den Schülerinnen und Schülern des LGs geleitet. Bei Demonstrationen erkennt man sie an ihren Kopfbändern.

Für mich war das meine zweite Demo. Dieses Mal war ich gut vorbereitet, denn ich hatte mir ein Schild gebastelt. Darauf stand „I want my future back“. Übersetzt heißt das „Ich will meine Zukunft zurück“.  Ich habe auch Bilder gemalt, die darstellen sollten, was genau mit unserem Planet passiert. Leider musste ich nicht all zu lange nach Motiven suchen, die Auswahl ist sehr groß. Darüber ärgere ich mich. Aber bevor ich jetzt komplett ausraste, erzähle ich besser weiter. Es gab ein paar Anfangswörter und dann gings los: Wir, ein große Gruppe von geschätzt tausend Menschen, zogen quer durch Grünstadt, hoben unsere Schilder, und machten viel Krach. Damit wollen wir so viel Aufmerksamkeit wie möglich gewinnen. Wir wollen es den Politikern ungemütlich machen und hoffen, sie fühlen sich gezwungen, etwas fürs Klima zu tun. Auf dem Weg durch die Stadt machen wir ab und zu mal Pause, um eine Rede zu hören. Diese Reden werden oft mit Wut gehalten: Politiker werden kritisiert, aber auch andere Menschen, die sich nicht für das Klima interessieren. Die Reden sind aber auch inspirierend und erzeugen Applaus, und die Lust, weiter zu protestieren.

Es ist immer ein tolles Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich für das Gute einsetzt. Deswegen kann ich nur empfehlen, auch mal zu einer Demo zu gehen oder sich wenigstens zu überlegen, was man sonst tun könnt. Ich zum Beispiel versuche auf Fleisch zu verzichten. Es ist schwierig, aber auch wenn ich es nicht schaffe, ist mir trotzdem aufgefallen, dass ich bewusst darüber nachdenke, wie viel Fleisch ich jeden Tag esse. Andere Tipps sind: Stofftaschen statt Plastiktüte, immer Licht ausmachen, wenn man es nicht braucht, mehr laufen oder wenigstens mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Zug) statt mit Auto zur Schule fahren, usw.

Ich hoffe, ihr seid jetzt inspiriert, etwas für unser Klima zu tun!

Bethan Elliott (6C)

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