Weihnachtsmarkt-Check: Hettenleidelheim

Krippe im Eierkarton (Quelle: Euli)

Am Samstag, den 16. Dezember fand dieses Jahr zum ersten Mal das sogenannte „Hettrumer Vorweihnachtsglühen“ am Waldhaus im Birkenschlag statt. Das Fest begann offiziell um 16:00 Uhr und endete um 22:00 Uhr.

In früheren Jahren fand an der Gemeindefesthalle in Hettenleidelheim immer am zweiten Wochenende im Dezember der „Barbaramarkt“ statt. Da dieser jedoch in den letzten Jahren nicht mehr zustande gekommen ist und die Nachbargemeinde Wattenheim ihren Weihnachtmarkt am selben Wochenende austrug, musste man sich etwas Neues überlegen. So entstand die Idee, eine alternative Veranstaltung zu organisieren. Der Weihnachtsmarkt sollte dazu dienen, dass man sich kurz vor Weihnachten in einer idyllischen Umgebung bei Glühwein austauschen kann. Organisiert wurde das Vorweihnachtsglühen vom Ortsbürgermeister Steffen Blaga in Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie mehreren Gruppen und Vereinen aus Hettenleidelheim.

Im Waldhaus im Birkenschlag gab es die Möglichkeit, Bons käuflich zu erwerben, mit denen man an den umliegenden Ständen Essen und Trinken bezahlen konnte. Zusätzlich war es möglich, am Waldhaus speziell für den Weihnachtsmarkt produzierte Glühweintassen aus Glas zu kaufen oder zu leihen. Sie dienten gleichzeitig auch als Trinkbehältnisse, die man sich an den umliegenden Ständen auffüllen lassen konnte.

Insgesamt gab es zehn Verkaufsstände, an denen neben Flammkuchen, Glühwein, Bratwürsten und diversen anderen Speisen und Getränken auch Bastelarbeiten (z.B. Krippen im Eierkarton) oder andere Geschenkartikel angeboten wurden.

Gegen 16:30 Uhr haben Kinder aus allen drei Hettenleidelheimer Kindergärten, unterstützt vom Bergmannsblasorchester, gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Danach hat das Blasorchester den ganzen Abend über in einer angenehmen Lautstärke Weihnachtslieder gespielt.

Bereits am Waldesrand konnte man das Fest erahnen. Man sah schon von dort aus die beleuchteten Verkaufsstände, die auf dem Festplatz aufgestellten Fackeln und konnte den Geruch der Bratwürste wahrnehmen. Ein paar Gehminuten später stand man schon mitten im Geschehen. Der Hauptweg zum Waldhaus von der Ramser Straße her, wurde mit Schwedenfeuern beleuchtet. Der Weihnachtsmarkt wurde so gut besucht, dass der Glühwein bereits um 18:00 Uhr ausging und man mangels Brötchen die Bratwurst nur noch zwischen Toastbrotscheiben genießen konnte. Die dezente Musik des Blasorchesters, welches sich inmitten der Besuchergruppen befand, hob die weihnachtliche Stimmung erheblich. Auch die Umgebung, nämlich der Wald, sorgte für eine noch weihnachtlichere Atmosphäre. Die Art der Beleuchtung trug ebenfalls einiges zur Stimmung bei. Die Besucher unterhielten sich angeregt an den zahlreichen Stehtischen. Die Waldwege waren zwar durch die Regenfälle der vergangenen Tage matschig, doch glücklicherweise blieb es an diesem Tag trocken.

Ich finde, dass sich ein Besuch des Weihnachtsmarktes durchaus lohnt, da der Wald eine besondere Atmosphäre bietet. Trotz des unerwartet großen Andranges hatte man genügend Bewegungsfreiheit. Auch die besondere Beleuchtungsart und die Musik des Bergmannsblas­orchesters sind positiv zu bewerten.

Dominik Neu (8D)