Schulwege mal anders – „Nicht ohne uns!“ Besuch der Schulkinowoche

Für die meisten Schülerinnen und Schüler geht es morgens zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit den Eltern im Auto oder mit dem Bus in die Schule. Doch wie sieht eigentlich ein Schulweg an der Elfenbeinküste, in Laos oder Indien aus? Die Klassen 5A, 5D und 7E haben sich im Rahmen der Schulkinowoche mit 16 unterschiedlichen Kindern aus 14 Ländern auf ihren Schulweg begeben.

Und gerade weil die eigenen und im Film dargestellten Schulwege so unterschiedlich waren, konnten die Schüler ihre Fragen in einem Brief an eines der Kinder stellen.

 

Hallo Anish,

ich bin Jannes und ich lebe in Deutschand. Mit meiner Klasse habe ich den Film „Nicht ohne uns!“ geschaut. Wir sollten uns ein Kind aussuchen und einen Brief schreiben. Dich habe ich mir ausgesucht, weil ich deinen Schulweg am spannendsten fand. Im Film sieht man, wie du einen Baum hochkletterst. Er schwankt ganz schön, als du ganz oben bist. Das hätte ich mich nicht getraut. Du wohnst in Nepal und hast einen langen und gefährlichen Weg zur Schule. Ich wohne in Deutschland und fahre mit dem Bus und Zug 40 Minuten zur Schule. Während dem Film sieht man, wie du und deine Freunde sich mt einer Seilbahn an einem Drahtseil über einen großen Fluss ziehen. Das ist bestimmt spannend. Übrigens: Ich bin 10, aber wie alt du bist, weiß ich nicht. Schreib es mir doch mal. Du könntest mir auch schreiben, wie lange genau dein Schulweg ist. Ich finde deine Idee gut, dass, wenn du König wärst, du mehr Wasserleitungen bauen würdest. Und im Gegensatz zu dir mag ich Englisch eigenlich ganz gerne.

Liebe Grüße,

Jannes

 

Hallo Sanjana,

ich bin Lara und 10 Jahre alt. Ich habe dich im Film „Nicht ohne uns!“ gesehen und fand dich sehr sympathisch. Ich finde es toll, dass du in deinen Träumen gerne ein Bollywood-Star wärst und du dann, mit viel Geld, das Rotlichtviertel, in dem du lebst, besser machen möchtest. Unfair finde ich, dass Frauen oft misshandelt und Mädchen verkauft werden. Das hat mich sehr getroffen, auch dass Frauen keine Bildung bekommen und so nur die Arbeit im Rotlichtviertel bleibt. Ich würde dir gerne helfen. Dass dein Schulweg 30 Minuten dauert, hätte ich nicht gedacht. Tanzen mag ich übrigens auch. Wie alt bist du überhaupt? Du machst nämlich viele Sachen, die bei uns Erwachsene machen. Über deine Antwort würde ich mich freuen.

Deine Lara

Hannes Glogger und Lara Noll (5A)