Schulfest 2016 im Test: Geglückter Schuljahresabschluss

Auf der Suche nach einem passenden Weg das Schuljahr zu beschließen, hat das LG in den letzten Jahren schon einiges ausprobiert. Nachdem die klassengebundenen „Aktivtage“ mehr zu Verdruss und Plakatwänden als zu wirklicher Aktivität geführt hatten, versuchten wir die letzten Tage vor den Sommerferien mit dem neuen Konzept der „Projekttage“ zu verbringen.

Doch die Freude darüber, sich selbst zwischen diversen Optionen entscheiden zu dürfen, versiegte auch dabei bei einigen. Viele kamen nicht in eines ihrer gewünschten Projekte oder saßen wieder gelangweilt ihre Zeit ab. Das anschließende Schulfest bzw. die Projektpräsentation machte von diesen Gefühlen bei wenigen eine Ausnahme. Ein kleiner, erzwungener „Tag der offenen Tür 2.0“- so fühlte es sich manchmal an. Natürlich war nicht alles schlecht! Manche Projekte waren wirklich eine gelungene Abwechslung und es machte Spaß in die Schule zu kommen, nicht um Unterricht zu machen, sondern um zu streichen, zu kochen oder Karten zu spielen.

Da die Meinungen hier jedoch weit auseinandergingen und das Wort „verpflichtend“ allgemein als „Stimmungs- Killer“ gilt, versuchten wir uns ein weiteres Mal an etwas Neuem: ein freiwilliges, ungezwungenes Schulfest, ohne Plakatwände, genervte Schüler und kleine Wanderungen von Saal zu Saal im Schulgebäude – das sollte es sein! Dafür Musik, eine Vielzahl an Getränken und Essen von Cocktails bis Kuchenbüffet und Festzelte auf dem Pausenhof. Es wurde auf Aktivität an Stelle von Präsentation gesetzt. Dazu boten sich die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Die Sporthalle beispielsweise wurde zum Hindernis- Parcours umfunktioniert, bei einem Volleyball- Turnier spielten Schüler wie auch Lehrer und Besucher wurden zu Tischkicker-Figuren. Nur der Marathon- Weltrekord- Versuch scheiterte an der zu geringen Teilnehmerzahl. Davon abgesehen war der Pausenhof bis zum Ende gefüllt und die diversen Aktivitäten, wie auch Zelte gut besetzt, wenn auch der Eindruck entstand, dass dies eher Eltern und jüngeren Mitschülern zu verdanken war.

Die ungezwungene Stimmung und das Gefühl gerne in der Schule zu sein, ist meiner Meinung nach geglückt. Ob das auch die meisten Schüler, Lehrer und Schulleitung so sehen und ob sich die Idee dauerhaft durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Lilli Wallot (11)

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