Reportage: Klassenfahrt nach Saarbrücken

Absolutes Chaos! Fünf siebte Klassen drängen sich im kleinen Eingangsbereich des Leininger-Gymnasiums Grünstadt zusammen. Verzweifelte Lehrer, die versuchen die Kontrolle zu behalten und Schüler, die sich versuchen durch die achtlos hingeworfenen Gepäckstücke zu graben, gehen zwischen lautem Gelächter und Gerede unter. Als endlich die ersten Klassen durch den strömenden Regen zum Bus rennen, lockert sich die Situation etwas. Als wir auch endlich in den Bus dürfen, in dem wir die nächste Zeit verbringen sollen, beginnt der Kampf um die Sitzplätze!

Circa eineinhalb Stunden später lässt die Busfahrerin uns vor dem Saarländischen Rundfunk raus. Hier werden wir eine Führung durch die Studios mitmachen. Als Erstes besichtigen wir Fernsehstudios, an deren Decken gefühlte 300 Scheinwerfer hängen. Unsere Führerin zeigt uns außerdem ein Konzertstudio und ein virtuelles Studio, in dem der Hintergrund mit Computertechnik eingesetzt wird. Nachdem wir auch das Studio für „Unser Ding“ besucht haben, geht es weiter zur Jugendherberge.

Nachdem nun jeder seinen Koffer wiedergefunden hat, gibt es Essen. Hungrig greifen alle zu, doch wir müssen feststellen, dass das Essen leider überhaupt nicht schmeckt und so bleiben wir erstmal hungrig. Schließlich verkündet Frau Habenberger, dass wir in einer Stunde auf die Zimmer dürfen. Also warten wir solange in dem großen Speisesaal und wünschen uns nur noch, endlich auf unsere Zimmer zu kommen. Erst nach knapp zwei Stunden sind die Reinigungsarbeiten beendet und wir beziehen endlich unsere Zimmer.

Am Nachmittag dürfen wir in Dreiergruppen Saarbrücken unsicher machen. Erst in drei Stunden müssen wir wieder am Treffpunkt sein! Und so haben wir jede Menge Zeit die Saarbrückener Fußgängerzone zu erkunden. Am Abend geben wir eher unfreiwillig unsere Handys ab und sollten dann eigentlich schlafen. Doch daran denkt noch keiner und Frau Habenberger macht noch den ein oder anderen Rundgang durch die Zimmer, um für Ruhe zu sorgen.

Am nächsten Morgen geht es in den Wald. Unter einem Klettergarten, auf dem wir nicht klettern dürfen, sollen wir Übungen machen, die den Zusammenhalt stärken. Wir rennen alle unter einem geschwungenen Seil hindurch oder holen einen Code über einem „Abgrund“. Am Mittag steht eine Stadtführung auf dem Programm. Zu Beginn rennen wir direkt in eine Hochzeit hinein, als wir aus dem Rathaus kommen. Viele Kirchen, Plätze und Geschichten später sind wir schließlich fertig und unsere Führung endet mit Blick auf das frisch sanierte Schloss. Abends dürfen wir nicht auf die Zimmer, weil Gäste sich über unsere „Lautstärke“ beschwert haben, also werden wir für den Rest des Tages in den Außenbereich verbannt.

Am nächsten Morgen räumen wir unsere Zimmer auf, ziehen die Betten ab und packen unseren Kram. Pünktlich erscheinen wir mit gepackten Koffern im Foyer und nachdem Herr Weißenmayer, Frau Brittinger und Frau Habenberger uns gezählt haben, bringen wir die Koffer weg. Die werden wir später, nach unserem finalen Besuch in der Völklinger Hütte, wieder abholen.

Die Völklinger Hütte ist eines von 39 Unseco-Weltkulturerben und das letzte komplett erhaltene Eisenwerk auf der Welt. Wir besichtigen zuerst alte Hallen und sehen auch einen Torpedo-Wagen mit 1500 °C heißem Eisen. In 43 Meter Höhe sehen wir uns Völklingen von oben an und bekommen die Hochöfen erklärt. Nach der Führung machen wir uns auf den Rückweg zur Jugendherberge und sammeln dort unsere Koffer ein. Ein Doppeldeckerbus der „Adler Mannheim“ holt uns ab und nach einer lustigen Busfahrt sind wir wieder Zuhause.

Lara Schiffer (7E)

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