Der Abigag 2019 aus zwei Perspektiven

Quelle: Euli

Neben der Abiturzeugnisvergabe und dem Abiturball findet am Leininger-Gymnasium jedes Jahr auch der sogenannte „Abigag“ statt. Das Abiturmotto, auf das beim Abigag auch immer Bezug genommen wird, lautete dieses Jahr „Riesling KABInett – Der beste Jahrgang“.

Der diesjährige Abigag aus Sicht eines Abiturienten:

Der Abigag musste, wie in jedem Jahr, lange im Voraus geplant und von der Schulleitung genehmigt werden. Doch anders als in den Jahren zuvor entschied sich das Abigag- Komitee, aufgrund des gewählten Jahrgangsmottos „Riesling Kabinett – der beste Jahrgang“ dazu, eine gemeinsame an ein Weinfest angelehnte Veranstaltung, die sowohl den Abiturientinnen und Abiturienten als auch den Schülerinnen und Schülern aller anderen Klassenstufen Freude bereitet, zu planen. Darum entschied man sich getreu dem Thema bewusst gegen Sabotageaktionen. Dass als Reaktion der Lehrkräfte auf das polarisierende Thema Weinfest ein kleines Oktoberfest im Lehrerzimmer folgen wird, war auch schon lange bekannt. Doch bevor der Spaß beginnen konnte, mussten die vier Mitglieder der Technik-AG, die sich in unserer Stufe befanden, ein letztes Mal die vollständige Lautsprecheranlage aufbauen, die Wagen jedes Stammkurses mussten von Schülerinnen und Schülern des jeweiligen Kurses für den Umzug in der ersten Pause geschmückt werden und die Stände aufgebaut werden. Wer sich also beschwert, dass die Veranstaltungen am Abigag in der Regel erst nach der zweiten Stunde beginnen, der wird spätestens, wenn er als Abiturient dabei ist, sehen, wie viel Vorbereitung in einer solchen Veranstaltung steckt.

Natürlich verlief nicht alles reibungslos, jedoch konnten alle aufkommenden Probleme vor dem Umzug behoben werden, bis auf eines, denn das kabellose Mikrofon entschied sich spontan dazu, während des Umzugs den Dienst zu quittieren, ein sehr ärgerlicher Zwischenfall, der später glücklicherweise nicht mehr auftrat. Recht spontan entstand die Idee, die „Dancebattles“ zu veranstalten, die sich zwischen den beiden großen Pausen recht großer Beliebtheit erfreuten, jedoch schien man nur als Zuschauer Spaß an dieser einmaligen Gelegenheit zu haben, da nahezu alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr oder weniger unfreiwillig antraten. Der Wettkampf der Lehrerinnen und Lehrer um den Titel als Weinprinzessin und Weinprinz verlief wie geplant, auch wenn man mit den teilweise sehr kreativen Lösungen der Lehrkräfte nicht rechnen konnte. Nachdem der Tag den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern bis in die fünfte Schulstunde hinein eigentlich nur positive Erfahrungen bescherte, stand die Tombola an, die wieder einmal bewies, welche Unreife und Rücksichtslosigkeit einige Schüler der Orientierungsstufe auszeichnet, so gelang es den Abiturienten nur mit Mühe, den Mob von der Bühne fernzuhalten, er machte sich einen Spaß daraus, die Gewinnerinnen und Gewinner auszubuhen und rief unangemessene Bemerkungen. Zugegebenermaßen war aufgrund der extremen Länge der Tombola durch das einzelne Ziehen und Aufrufen bei jedem noch so kleinen Gewinn Ungeduld bei den jüngeren Schülern zu erwarten, selbst einigen Abiturienten wurde hierbei langweilig.

Der Abbau bestand vor allem darin, Verpackungen und Essensreste vom Boden aufzukehren, die Technik und Stände wieder abzubauen und die Bollerwagen von dem Umzug wieder mit nach Hause zu nehmen. Insgesamt kann man von einem gelungen Abigag sprechen, auch wenn wie bei einem echten Weinfest, sicherlich nicht alle Schülerinnen und Schüler auf ihre Kosten kamen, so sah man überwiegend glückliche Gesichter.

… und aus Sicht eines Neuntklässlers:

Der Abigag fand am Dienstag den 19.03.2019 statt und begann, wie so ziemlich jedes Jahr, bereits an den Eingängen zum Schulgebäude. Diesmal wurden kleine Zettel verteilt, auf denen jeweils eine andere Zahl stand. In diesem Moment war noch nicht klar, welchen Zweck sie später haben würden.

In den ersten beiden Schulstunden war noch kein Programm vorgesehen, jedoch waren einige Lehrerinnen und Lehrer mit Dirndln oder Lederhosen bekleidet, was auch für einige der Schülerinnen und Schüler schon im Voraus bekannt war. Der Zusammenhang zwischen dieser Aktion und dem Abiturmotto war Einigen jedoch nicht bewusst.

Mit der ersten Pause begann der eigentliche Abigag. Offiziell eröffnet wurde er mit einem Umzug, für den jeder Stammkurs einen Bollerwagen passend zu dem jeweiligen Schulfach geschmückt hatte. Die Abiturientinnen und Abiturienten schenkten dabei auch Traubensaft aus und verteilten Süßigkeiten. Zudem gab es Verkaufsstände, an denen ebenfalls Traubensaft ausgeschenkt wurde und Hot Dogs, Zuckerwatte und mit Schokolade überzogene Früchte verkauft wurden.

Während der gesamten Zeit wurde Club- und Partymusik abgespielt.

Kurze Zeit später fanden die sogenannten „Dancebattles“ statt. Hierzu wurden immer zwei Personen auf die Bühne gelassen, um in einem Wettkampf zu tanzen. Nach dem Ende jedes Liedes wurde die jeweilige Gewinnerin beziehungsweise der jeweilige Gewinner durch die Abiturientinnen und Abiturienten bekanntgegeben.

Zur zweiten Pause startete der nächste Programmpunkt. Einige der Lehrerinnen und Lehrer, die die Abiturientinnen und Abiturienten in der Oberstufe unterrichtet hatten, wurden auf die Bühne gebeten. Nun wurden ihnen verschiedene Fragen rund um das Thema Wein und Weinanbau gestellt. Die Gewinnerin und der Gewinner wurden zur Weinprinzessin beziehungsweise zum Weinprinzen gekürt. Dabei sorgten die teilweise sehr kreativen Antworten für Stimmung. Um den männlichen Gewinner ermitteln zu können, mussten sich diejenigen, die es in die engere Auswahl geschafft hatten, sportlichen Aufgaben stellen. Nicht nur das Halten von mit Wasser gefüllten „Dubbeschoppen“ mit ausgestreckten Armen über einen längeren Zeitraum, sondern auch das anschließende Austrinken eines dieser Gefäße musste gemeistert werden. Die entscheidende Schätzfrage, in der es darum ging, wie lange es noch bis zur Eröffnung des Bad Dürkheimer Wurstmarktes ist, konnte Herr Jung für sich entscheiden. Die Weinprinzessin wurde Frau Micheletti.

An dieses sehr unterhaltsame Ereignis schloss sich eine Tombola an, die auch das Geheimnis um die Zettel, die wir zu Beginn des Schultages bekommen hatten, lüftete. Jeder hatte automatisch bei der Ankunft an der Schule ein gültiges Los erhalten. Nachdem die kleineren Gewinne verlost wurden, kamen die Hauptgewinne in Form von Gutscheinen an die Reihe. Durch diese Anordnung blieb die Spannung bis zuletzt.

Mir persönlich hat an dem Abigag besonders gut gefallen, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer Spaß haben konnten und gegen die Lehrkräfte ausgelegte Aktionen ausblieben. Auch die Beteiligung dieser in Form von besonderer Bekleidung war ein weiteres Highlight.

Christopher Neu (ehem. MSS 13) und Dominik Neu (9D)

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