Das Artensterben wird offiziell

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/alarmierende-bedrohung-was-kann-ich-gegen-artensterben-tun-16174803.html

Vom 29. April bis 04. Mai 2019 hat der Weltbiodiversitätsrat (kurz: IPBES = Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) auf Einladung Frankreichs in Paris, dem Sitz der UNESCO (= internationale Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur), zum siebten Mal getagt. Dieses Jahr trafen sich über 800 Teilnehmer dieses Rates u.a. aus Regierungen und Wissenschaft.

Zunächst einmal: Was genau ist die Aufgabe von IPBES? 

IPBES selbst wurde erst im Jahr 2012 gegründet, der Rat besteht zurzeit aus 132 Staaten, Deutschland gehört ebenfalls dazu. Er sammelt weltweit wissenschaftliche Daten, wertet sie aus und erstellt auf dieser Basis Berichte über die aktuelle Lage unserer Umwelt. Dabei schlägt er den Staaten weltweit Alternativen und Möglichkeiten zum Schutz der Natur und der Vielfalt an Pflanzen und Tieren vor.

Also: Wie ist nun der Zustand der Ökosysteme der Erde? 

Eine Antwort auf diese Frage findet man im aktuellen globalen Zustandsbericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES). Er ist das Ergebnis einer dreijährigen Zusammenarbeit von 145 Wissenschaftlern aus 50 Ländern.

Im Zuge dieser Tagung wurde er jetzt veröffentlicht. So wurde festgestellt, dass das momentane Artensterben so hoch ist wie noch nie – es soll mehrere dutzende bis hunderte Male größer sein als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen (!!) Jahre. Demnach sind rund eine Million Arten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, viele drohen bereits in den kommenden Jahrzehnten zu verschwinden – allein der Verlust von Bestäuberinsekten wie Bienen hat ungeahnte Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion. 

Darüber hinaus sind in den letzten Jahren 85% der Feuchtgebiete verloren gegangen, fast 75% der Landoberfläche und 66% der Meeresfläche wurden stark verändert. Auslöser dafür ist vor allem der Mensch durch Umweltverschmutzung, Klimawandel und Landnutzungsänderungen wie das Roden tropischer Regenwälder.   

Mit diesen wissenschaftlich anerkannten Feststellungen dient der Bericht nun als Richtlinie für Staaten und ihre Umweltpolitik. Es wäre wünschenswert, dieses Artensterben mit allen Mitteln zu verhindern! 

Kira Marie Niederberger (MSS12)

Quelle: https://www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/biologische-vielfalt-international/weltbiodiversitaetsrat-ipbes/#c38128 (12.05.2019)

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