Auf den Spuren des Eulis – wie alles begann…

Wie viele von euch sicherlich mitbekommen haben, ist die Redaktion der Schülerzeitung schon länger auf der Suche nach ihrer Namensgebung zum „Eulenspiegel“. Nachdem wir im letzten Jahr vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz für unsere Online-Ausgabe mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden sind und dadurch auch die Gelegenheit zu einem Interview mit der Rheinpfalz erhielten, nutzten wir diese Chance auch gleich, um nach Informationen über unsere Vergangenheit zu fragen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei jedem bedanken, der uns daraufhin kontaktierte und weitergeholfen hat!

In der Unterhaardter Rundschau wurde zu diesem Thema am Samstag (6.1.2018) ein ausführlicher Artikel veröffentlicht. Für diejenigen, die ihn nicht gelesen haben, hier noch einmal eine Zusammenfassung:

Alles begann am 18. Juni 1976 mit dem Erscheinen der ersten Ausgabe des „Eulenspiegels“ in einer Zeit mit starken Veränderungen innerhalb der Gesellschaft: Wie der Menschrechts-, Umwelt- und Friedensbewegungen, der RAF und dem NATO-Doppelbeschluss. Die 13 Gründungsmitglieder wollten ihre Mitschüler aufrütteln und sie zu neuem Verantwortungsbewusstsein drängen. Gleichzeitig sollte der „Euli“ eine Austauschplattform darstellen, in der die Schülerinnen und Schüler alle Probleme – egal ob schulintern oder global – ansprechen konnten.

Für uns ist es heute dank der Online-Ausgabe kaum noch nachvollziehbar, wie schwierig die Gestaltung und Entstehung der Erstausgabe des „Eulis“ gewesen sein muss: Die Druckvorlagen mussten trotz mangelnder Schreibmaschinenkenntnisse mühsam mit viel Tipp-Ex, Schere und Kleber erstellt werden.

Aber – wie kam es denn jetzt zu diesem Namen?

Der Eulenspiegel könnte heute auch „Vergißmeinnicht“ oder „Katapult“ heißen – denn es wurde unter mehreren Vorschlägen abgestimmt, wobei der Name „Eulenspiegel“ als Sieger mit einer 2/3-Mehrheit aus der Wahl hervorging. Für die Erklärung des Namens gibt es mehrere Gründe: Zum einen dient er als Anlehnung an das Nachrichtenmagazin „Spiegel“, zum anderen ist er auch wörtlich zu verstehen. Als Spiegel, der der Gesellschaft vor die Augen gehalten wird. Dennoch war auch der Schalk aus dem 14. Jahrhundert, der den Namen „Till Eulenspiegel“ trug, nicht ganz unbeteiligt an der Wahl…

So sollte die Schülerredaktion von dem betreuenden Lehrer, Herrn Sauer, bestmöglich in Schach gehalten werden, sodass sie ihre Artikel nicht „auf die Spitze trieben“.

Auch die Werbung für die erste Ausgabe des Eulis war wohl etwas kurios. So verteilten die Redakteure hunderte Plakate, auf denen nur der Name der Schülerzeitung für Neugierde sorgen sollte, im Schulgebäude und der Umgebung. Der Hausmeister der Schule wurde daraufhin angewiesen, die Linoldrucke zu vernichten, was schließlich in einen Wettlauf ausartete.

Trotz ihrer Bemühungen lief die Suche nach Werbepartnern leider ins Leere.

Wir als jetzige Schülerzeitung sind sehr froh darüber, dass sich die Schülerinnen und Schüler davon nicht entmutigen ließen und weitermachten, sodass wir den Eulenspiegel auch heute noch weiterführen können.

 

Kira Marie Niederberger (MSS 11)