Artikel 29: Grundpflichten

  • Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
  • Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
  • Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Im Allgemeinen sind die Menschenrechte Privilegien, die jeder einzelne Mensch besitzt und darauf Anspruch erheben darf, allerdings gibt es bei diesem Artikel, Menschenrecht 29, eine Besonderheit: Der Paragraph spricht von einer Pflicht, die jeder Mensch seinen Mitmenschen gegenüber hat. Und zwar handelt es sich um die Pflicht, die Menschenrechte gegenüber der anderen zu wahren und sie nicht einzuschränken oder zu verletzen.

Wenn man das Wort „Recht“ hört, denkt man sofort an Dinge, die einem zustehen, von denen man selbst profitiert und die einen selbst weiterbringen, aber was bringt es im Endeffekt, wenn sich jeder nur um seine eigenen Rechte kümmert und somit der Egoismus in unserer Welt die Überhand gewinnt? Wenn jeder Mensch nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist, grenzt er automatisch die Freiheit seines Umfeldes ein und verletzt somit ein Stück ihrer Menschenrechte. Der ursprüngliche Sinn ginge dabei verloren und um das zu verhindern, bekommt man mit diesem Recht eine Pflicht auferlegt, dass man seine Mitmenschen nicht behindern und in ihrem Leben einschränken darf. Jedes Individuum darf sich auf seine rechte als Mensch berufen, allerdings nur, wenn dabei kein Nachteil für dritte entsteht.

Das Ziel ist es eine Gesellschaft zu erbauen, in der die 30 Artikel der Menschenrechte gewahrt werden, aber für die Entstehung einer Gemeinschaft, muss sich jeder Mensch ein wenig anpassen und auch im ersten Augenblick ein wenig von seinem Glück hergeben. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass man noch viel mehr Glück erfährt, wenn man anderen ein wenig vom eigenen schenkt. Wie sagt man so schön: „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Johanna Hartkopf (MSS12)

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