Artikel 28: Soziale und internationale Ordnung

Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Was hier als Recht formuliert ist, nehmen sich viele Organisationen weltweit täglich zur Pflicht. Denn wie bereits an vielen Beispielen dargelegt, verhindert die Lebenssituation vieler Menschen, dass sie ihre Menschenrechte wirklich ausleben können. Das hängt oft mit den innerstaatlichen Strukturen eines Landes zusammen. Neben den Unterzeichnerstaaten sehen sich auch viele NGOs in der Verantwortung die Lebensbedingungen der Menschen konstruktiv und nachhaltig zu verbessern. Zu der genannten „Ordnung“ zählen nicht nur Bildung und die Möglichkeit die Grundbedürfnisse zu befriedigen, sondern auch eine Umwelt, die eben dies und die anderen Menschenrechte ermöglicht. Dass es sich beispielsweise unter Smog, an stark verschmutzen Flüssen oder in zerstörten Wäldern schlechter leben lässt, als zwischen Weinreben am Pfälzer Wald, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Dieser Aspekt wird oft auch als Verantwortung gegenüber künftiger Generationen verstanden. Der Umsatz bekannter Non-Profit- Organisationen, zeigt, dass an dieser Vision vor allem Privatpersonen beteiligt sind, da ihre Arbeit auf Spenden fußt.

Greenpeace, die wohl bekannteste NGO in diesem Bereich, erhielt 2015 nach eigenen Angaben 57,7 Millionen Euro (Greenpeace Deutschland), die für den Umweltschutz genutzt werden konnten. Dazu gehören Studien und Kampagnen ebenso wie aktiver Einsatz. Mithilfe privater Spender, gespendeter Erbschaften und Fonds, kam Amnesty International im vergangen Jahr auf 279 Millionen Euro, die über den Globus verstreut diverse Menschenrechtsaktionen unterstützt und ermöglicht haben. Momentan läuft eine Apell-Aktion zur Pressefreiheit in der Türkei, bei der jeder über das Internet den türkischen Justizminister zur Freilassung der inhaftierten Journalisten auffordern kann.

Doch auch die Steuerzahler in Deutschland unterstützen zudem, die Verwirklichung vieler staatlich imitierter Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern wie Somalia oder Äthiopien (in beiden herrscht momentan eine medial weitgehend missachtete Hungersnot). Für vom BMZ unterstützen Projekte an Schulen oder in Textilfabriken sind im diesjährigen Haushaltsplan 8,541 Milliarden Euro vorgesehen. Der Hauptanteil von 48,3% ist dabei für bilaterale staatliche Zusammenarbeit vorgesehen, die besonders auf Dialog anstelle blinder Hilfsgelder setzt.

Von den vorgestellten finanziellen Fördermöglichkeiten einmal abgesehen, bieten viele Organisationen auch regionale Projekte und Strukturen an, bei denen jeder selbst aktiv Einsatz zeigen kann.

Lilli Wallot (MSS12)

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