Artikel 2: Verbot der Diskriminierung

Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des Weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Der 2. Artikel der Menschenrechte umfasst das Verbot der Diskriminierung. Ein Verbot, das gerade in der heutigen, globalisierten Zeit enorm wichtig ist. In einer Zeit, in der rechte Parolen und Fremdenfeindlichkeit wieder verstärkt auftreten, muss man sich klar sein oder werden, dass jeder den gleichen Anspruch auf vorhandene Rechte und Freiheiten hat und es keine Unterschiede zwischen Rassen, Hautfarben, Geschlechtern, Sprachen, Religionen, politischen oder sonstigen Überzeugungen geben darf. Zudem hängt dies auch nicht von der nationalen oder sozialen Herkunft, dem Vermögen oder der Geburt ab. Hierbei dürfen auch keine Unterschiede aufgrund des Herkunftslandes oder des Herkunftsgebiets gemacht werden: Dabei ist es einerlei, ob dies unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine eigene Regierung besitzt oder in seiner Regierungsgewalt eingeschränkt ist.

Doch – was heißt Diskriminierung eigentlich? Ursprünglich kommt das Wort „Diskriminierung“ aus dem Lateinischen und bedeutet trennen, absondern oder unterscheiden. Heute bedeutet Diskriminierung jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Geringschätzung, Herabsetzung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen aufgrund von tatsächlichen gruppenspezifischen Merkmalen oder erfundenen Klischees.

Und sind dies nicht gerade die Punkte, die oft vergessen und verdrängt werden? Ist dieser Artikel es denn nicht wert, sich für ihn einzusetzen? Auch unser eigenes Land basiert doch auf Gleichheit vor dem Gesetz, dem Beruf und dem alltäglichen Leben.

Schließlich gehört Deutschland zu den größten Säulen Europas und damit auch zu den wichtigsten Wirtschaftsländern in der Welt. Wäre dies ohne Globalisierung überhaupt möglich? Wohl kaum. Doch durch Diskriminierung ist ein freies Handeln und faire Preise unvorstellbar.

Dies erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auf unsere gesamte Politik und unser soziales Handeln. Ausgerechnet wir Deutschen haben dabei ohnehin eine schwierige Vergangenheit. Ist es da nicht zu erwarten, dass wir uns verstärkt für eine gleiche Welt einsetzen? Denn auch wenn die meisten von uns die Schrecken einer rassistischen, antisemitischen Regierung nie am eigenen Leib erfahren haben, tragen wir doch eine besondere Verantwortung.

Kira Niederberger (10D)