Anthony Horowitz: „Alex Rider, Stormbreaker“

Quelle: Euli

„Wenn es morgens um drei klingelt, gibt es immer schlechte Nachrichten.“

So lautet der ersten Satz der von Anthony Horowitz veröffentlichten Science-Fiction-Reihe ,,Alex Rider“. Das englische Original erschien im Jahre 2000, die deutsche Erstausgabe unter dem Titel  ,,Das Geheimnis von Port West“ im Jahre 2003. Gedruckt wurde es vom Ravensburger Buchverlag. Im Roman geht es um einen Jungen, Alex, welcher kurz nach dem Tod seines Onkels mit dem britischen Geheimdienst MI6 in Verbindung gerät und einen ungelösten Fall lösen muss.

Nach dem Tod seines Onkels namens Ian Rider bei einem angeblichen Autounfall macht sich Alex auf die Suche nach dem wirklichen Grund für den Tod seines Onkels. Denn die Tatsache, Ian Rider sei gestorben, weil er keinen Sicherheitsgurt getragen habe, passt nicht zu ihm, da er immer größten Wert auf diesen legte. Alex stellt Nachforschungen an und erfährt kurz darauf eine erschreckende Wahrheit: sein Onkel, welchen er für einen Banker gehalten hatte, war in Wirklichkeit ein Spion des britischen Geheimdienstes MI6 und wurde nach einem Einsatz getötet. Nun soll der 14-jährige Neffe den ungelösten Fall „Stormbreaker“ lösen. Er wird in die Firma ,,Sayle Enterprises“, welche die Stormbreaker-Computer herstellt, eingeschleust. Für das Lösen des Falles bleiben ihm jedoch nur wenige Tage Zeit. Durch Spezialgeräte mit dem MI6 verbunden, kann Alex Kontakt zu diesem aufnehmen. Eines Nachts beobachtet er einen von einem „Killer“ namens Yassen Gregorovich geleiteten mysteriösen Transport von Kisten. Er findet in der Computerfirma eine verschlossene Tür. Als er diese zu öffnen versucht, wird er von einem Mitarbeiter entdeckt. Nach kurzer Zeit findet der Leiter der Firma heraus, dass Alex ein Spion ist, und versucht, diesen zu töten. Dabei wird er unter anderem in ein Becken mit einer giftigen Qualle befördert, aus welchem er durch einen Spezialgegenstand entfliehen kann. Mit einem Mitarbeiter namens Mr. Grin in einem Flugzeug gelangt er nach England, das Ziel des Computertransportes, und schafft es aus diesem zu entkommen. Er verhindert die Inbetriebnahme der Computer und rettet somit tausende Leben.

Ich empfehle dieses Buch vor allem deswegen, weil es viele spannende Szenen gibt. Vor allem der Hauptcharakter ist sehr stark ausgestaltet, man fühlt mit diesem. Der Text ist sehr einfach zu verstehen, da er vor allem aus recht kurzen Sätzen besteht. Auch die Sprache der einzelnen Charaktere ist gut gestaltet, da sie der heutigen Sprache sehr nahe kommt. Besonders empfehlen würde ich das Buch Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren.  

Zum Autor:

Anthony Horowitz wurde 1956 in eine angesehene Familie geboren, umgeben von Kindermädchen, Bediensteten und Chauffeuren. Sein Vater war ein Geschäftsmann, der in seiner Art von Geschäften nicht redete. An einem Eliteinternat durchlebte er unglückliche Jahre wegen eines „sadistischen Direktors“, für welche der damals übergewichtige Junge ausgefeilte Rachepläne schrieb – ein wichtiger Bestandteil seiner Schriftstellerkariere, was sich in seinen Büchern widerspiegelt. Mit 20 entschied er sich, das Schreiben zum Beruf zu machen. Jetzt lebt er in London, zusammen mit seiner Frau, zwei Kindern und einem Hund.

Zum Text:

Horowitz Werke starten, abgesehen von Teil 1, mit einer Rückblende. Sie hat auf den ersten Blick nichts mit dem Buch zu tun, im weiteren Verlauf jedoch wird der Sinn dieser Rückblende ersichtlich. Die Charaktere, insbesondere Alex Rider oder Mrs. Jones haben einige innere Konflikte, Alex denkt häufig über den Einsatz nach, welche Entscheidungen er vielleicht hätte ändern können, Mrs. Jones sorgt sich meist um ihn und stellt sich die Frage, ob der Einsatz des jungen Agenten verantwortbar ist. Umgangssprache wird nur selten genutzt, meistens um einen Charakter realistischer wirken zu lassen. 

Der Autor zeigt mit seinem Text, dass schon junge Menschen ein enormes Potential haben und sich nicht immer von Erwachsenen bevormunden lassen. So kann man im Buch erkennen, dass ohne die Hilfe eines jungen Jugendlichen die Mission nicht lösbar gewesen wäre. Da viele Erwachsene (zumindest im Buch) Alex unterschätzen, kann er nahezu ungehindert die Mission abschließen, seine Rolle wird vom Firmenleiter erst zu spät erkannt. 

Joshua Kaiser (10D)

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