Abitur mal anders

Quelle: Leininger-Gymnasium-Gymnasium

Abiball, Abiparty, Mottowoche, Abigag, Abizeitung, Abipulli, Abizeugnisverleihung. All diese Schlagworte verbindet man mit der 13. Klasse, neben den Prüfungen natürlich. Viele Schülerinnen träumen davon, natürlich im perfekten Ballkleid, über das Tanzparkett zu schweben. Nach jedem Abigag diskutiert man im Freundeskreis, was gut gelungen ist, was nicht und verspricht sich, den besten Abigag zu machen. In den Mottowochen der vorigen Jahrgänge versucht man, bekannte Gesichter in den Verkleidungen zu finden. Über all die Schuljahre hinweg nahm man wie selbstverständlich an, dass auch der eigene Jahrgang einen Abiball etc. haben würde, so auch mein Jahrgang. Aber wie schon dem Jahrgang vom Vorjahr machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Trotz dessen hatten wir uns nicht davon einschüchtern lassen und ab Sommer 2020 Komitees gegründet und den Abiball geplant, sofern man eben planen konnte und wenn man ehrlich zu sich war, zweifelte man an seinem stattfinden. Und tatsächlich, als die Zahlen wieder hochgingen im Winter und Frühjahr gestand man uns nur, verständlicherweise, eine Abizeugnisverleihung in sehr reduzierte Form ein. Am 26.3.2021, nach dem mündlichen Abitur, war es dann so weit. Corona bedingt in drei Gruppen aufgeteilt betraten wir zum wahrscheinlich letzten Mal unsere Schule. Wir hatten uns im Vorfeld dazu abgesprochen, dass die meisten Abiball-tauglich gekleidet kommen würden. Um diejenigen aus den anderen Gruppen wenigstens zum Fotomachen zu sehen, kamen die meisten etwas früher und blieben länger, auch wenn es ziemlich kalt war. Drinnen, in der Aula, wurde man dann von Musik begrüßt und danach fingen die Reden an, allerdings in sehr reduzierter Form und, dank Corona, möglichst persönlich gestaltet. Abgesehen von den Lehrerreden hielt auch eine Schülerin eine Rede, welche so manche Insiders enthielt, sodass wir Abiturienten etwas zum Schmunzeln hatten. Den ein oder anderen Lacher erregten auch die im Programm genannten „Lehrergrüße“ – witzige Fotos von Lehrern mit Glückwünschen für uns- und das „Lehrervideo“. Bei letzterem sangen die Lehrer mit übertriebenen Gesten zum Song „Hello“ von Adele, was sehr lustig war. Erst kurz vor Schluss bekamen wir dann mitgeteilt, wie der Abidurchschnitt unserer Stufe war, wer der Jahrgangsbeste ist und dann auch endlich das heißersehnte Zeugnis. Danach wurden wir wieder musikalisch nach draußen geleitet, eine Schülerin sang das diesjährige Abilied und Frau Daun spielte einen Klassiker,  As Time Goes By.                            

Zu der Musik wurden dann Fotos der fehlenden Abiturienten eingeblendet und die gesamte Veranstaltung wurde in die Elternhäuser gestreamt- ganz digitale Schule also. 

Alles in allem war es natürlich unheimlich traurig, dass uns nur die Abiturzeugnisverleihung zum Feiern blieb, aber um es positiv zu sehen: Diese war dann wenigsten persönlicher und lustiger als normale Abiturzeugnisverleihungen.

Paulina Schick (Abiturientin) 

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